Als „neuer Liebling“ des Laminiermarktes gewinnt Schmelzklebstoff zunehmend an Bedeutung und findet in immer mehr Branchen Anwendung. Da viele Branchen jedoch zum ersten Mal mit Schmelzklebstoffen in Berührung kommen, müssen zahlreiche Fragen und Probleme im Umgang damit dringend geklärt werden. Eine der häufigsten Fragen in letzter Zeit ist beispielsweise, ob sich das Material nach dem Auftragen des Schmelzklebstoffs durch Kontakt mit Wasser entklebt.
Die Frage, ob sich die Heißklebefolie bei Wasserkontakt ablöst, wurde bereits in einem früheren Artikel behandelt. Da dies möglicherweise schon etwas her ist, haben viele Leser den Artikel vielleicht verpasst. Daher wird das Thema hier noch einmal ausführlich erläutert. Ob sich das Material nach dem Verkleben mit der Heißklebefolie bei Kontakt mit Wasser ablöst, hängt entscheidend vom verwendeten Material ab. Es gibt vier gängige Arten von Heißklebefolien: PA, PES, TPU und EVA. Diese vier Folienarten unterscheiden sich deutlich in ihrer Wasserbeständigkeit. Hinsichtlich der Festigkeit gilt: PES ist fester als PA und TPU fester als EVA. Ungeachtet anderer damit zusammenhängender Eigenschaften ist PES-Schmelzklebegewebe sehr waschbeständig, gefolgt von PA- und TPU-Schmelzklebegewebe, während EVA-Schmelzklebegewebe eine schlechte Waschbeständigkeit aufweist.
Bei EVA-Schmelzklebstoffmembranen mit geringer Waschbeständigkeit ist kurzzeitiger Wasserkontakt unproblematisch und führt in der Regel nicht zu Ablösung. Bei längerem Einweichen in Wasser tritt Ablösung jedoch leicht auf. Bei Schmelzklebstoffmembranen mit guter Waschbeständigkeit besteht hingegen auch bei längerem Eintauchen in Wasser kein Grund zur Sorge.
Veröffentlichungsdatum: 01.11.2021



